Hand aufs Herz: Wer von euch kennt das Schloss Altenburg? Ich meine so richtig! Mit Ausstellung und Sonderausstellung? Mit Torbogen und Kronleuchter und Stuck an den Decken und Tanzsaal und…?
Wir müssen gestehen: Mein Mann (ist in Borna geboren), ich (wohne seit einem Jahrzehnt in Borna) und unsere 4jährige Tochter (kann für das alles nichts) waren vergangenes Wochenende zum ersten Mal im Schloss Altenburg und sind aus dem Staunen gar nicht mehr heraus gekommen.
Der eigentliche Grund unseres Besuchs war ein kalter, verregneter Sonntag und die Sonderausstellung, die noch bis 06.03.22 in einem Teil des Schlosses zu Hause ist: „Am Anfang war das Spiel – Geschichte und Gesellschaft spielend entdecken“. Doch das Schloss hat Einiges mehr zu bieten:
Alle Ausstellungen sind als ein Rundgang aufbereitet, mit einem Ticket kann man sich also jeden Winkel des Schlosses anschauen. Natürlich dreht sich dabei alles um die Historie der Schlossherren, wie sie kämpften, wie sie sich mit anderen Häusern vermählten und wie die Altenburger Linie leider auch verschwand.

Was sonst nach ödem Geschichts-Unterricht klingt, ist hier kurz und knapp erläutert und wir von den wunderschönen Räumen und wirklich sehr gut erhaltenen Möbeln, Bildern, Büsten und Alltagsgegenständen untermalt.

Man fühlt sich direkt wie in einem Filmset für ein Historien-Drama und unsere Tochter schaute in jede Ecke, ob denn nicht da die Prinzessin zu finden ist.

Daran schließt sich eine Ausstellung zur Skatstadt Altenburg an. Zum Einen geht es um die Geschichte des Spiels zum Anderen um die Herstellung der Skatkarten. Die Skatkartenfabrik Altenburg gibt es übrigens noch heute. Es gab einige witzige Skatblätter zu besichtigen – wie zum Beispiel Politiker und Sportstars der 90er Jahre.
Was liegt also näher, als dem ganzen mit einer „Sonderausstellung zur Entwicklung von Gesellschaftsspielen“ das Sahnehäubchen aufzusetzen? Die Aufmerksamkeitskurve unserer Tochter war natürlich sofort wieder ganz oben: Karten- und Brettspiele aus jedem denkbaren Jahrzehnt. Wir haben sofort eine Runde „Schwarzer Peter“ gespielt.

Ich fühlte mich beim Anblick der Auslage in den Vitrinen sofort in meine Kindheit zurück versetzt und wusste genau, welche Kartenspiele ich damals hatte und mein Mann war von den Strategiespielen des frühen 20. Jahrhunderts sehr begeistert oder waren es doch die Motorrad-Spielkarten?!
Am Ende gab es im Shop noch ein Skatspiel in Limited Edition inkl. toller Beratung und ein Quartett der Eiskönigin. Wir kommen bestimmt nochmal mit Oma und Opa wieder. Und was ist mit euch?
Die Ausstellung ist bis 06.03.2022, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Die Adresse ist: Schloss 2-4 in 04600 Altenburg, Parkplätze sind rund ums Schloss ausreichend vorhanden.
Bitte beachtet: Ist es draußen kalt, dann auch in den Räumlichkeiten des Schlosses – schön warm anziehen!
Autorin: Anne
